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Harter Kampf für wirkliche Arbeitergewerkschaften

In letzter Zeit führen in Griechenland Branchen- und regionale Gewerkschaftsverbände, Einzelgewerkschaften und Gewerkschafter, die dem Aufruf der Kämpferischen Arbeiterfront (PAME) folgen, einen harten Kampf gegen die Pläne der Gewerkschaftsmafia durch, die die Führung des Allgemeinen Griechischen Gewerkschaftsbundes (GSEE) unter Kontrolle hat. 

Die GSEE wurde vor 100 Jahren unter maßgeblicher Mitwirkung der Kommunisten als Zusammenschluss der Gewerkschaften des privaten Sektors gegründet. Seit Jahren steht die GSEE durch mafiöse Manipulationen unter der Kontrolle der Gewerkschaftslisten PASKE (die der sozialdemokratischen Partei PASOK nahe steht), DAKE (der rechten Nea Dimokratia) und der Liste der Gruppe Vasilopoulos (der regierenden sozialdemokratischen Partei SYRIZA).

Ziel dieser Kräfte war es, auch dieses Jahr, vom 14. bis zum 17. März, einen „Kongress“ zu veranstalten, mit fingierten „Delegierten“, und solchen, die gleichzeitig auch Arbeitgeber sind! Aus diesem Grund suchten sie sich ein touristisches Ressort in der weit von Athen entfernten Stadt Kalamata als Austragungsort aus, ein Luxus-Hotel, bezahlt vom Geld der Werktätigen. Wie PAME enthüllte, dürfte eine beträchtliche Anzahl von Delegierten, mindestens 53, wegen Wahlfälschungen und sonstigen Unregelmäßigkeiten gar nicht am Kongress teilnehmen.

Branchen- und regionale Gewerkschaftsverbände, Einzelgewerkschaften und Gewerkschafter, die dem Aufruf der PAME folgen, haben dennoch diese Pläne durchkreuzt, indem sie vor dem Kongresshotel drei Tage lang mit der Losung „Gewerkschaften der Arbeiter und nicht der Arbeitgeber!“ ausgeharrt haben. An den kraftvollen Kundgebungen nahmen auch Dutzende Delegierte teil, die von den klassenbewussten Gewerkschaften gewählt wurden, und sich in der PAME zusammenschließen. Beim letzten Gewerkschaftskongress konnte DAS, die Liste, die die klassenbewussten Gewerkschaften unterstützt hatten, zur zweitgrößten Kraft werden, 22 % der Delegiertenstimmen auf sich vereinen, sowie 10 Mitglieder für den 45-köpfigen Vorstand der GSEE wählen.

Nachdem sie ihre Pläne nicht durchsetzen konnte, wandte sich die Gewerkschaftsmafia an den bürgerlichen Staat, an die Repressionsapparate und die bürgerlichen Parteien. Die GSEE-Führung schrieb dem Staatspräsidenten, dem Premierminister und allen Parteien, die die arbeiterfeindlichen Maßnahmen der letzten Jahre unterstützt hatten, und bat um ein „dringendes Treffen, um über den Schutz der demokratischen Institutionen und die Sicherstellung der grundlegenden demokratischen Rechte zu beraten“.

Am 21. März traf sich die Gewerkschafts-Mafia der GSEE-Führung mit der Staatssekretärin für Inneres der SYRIZA-Regierung Katerina Papakosta (die wohlgemerkt Abgeordnete der rechten Partei ND war), und beriet über „die Frage von Maßnahmen zum Schutz der künftigen Tagungen der GSEE“, wie es in der Pressemitteilung der Staatssekretärin nachzulesen war.

 Angesichts dieser Situation rufen Gewerkschaften und andere gewerkschaftliche Organisationen zu einer Großkundgebung vor der GSEE-Zentrale in Athen, am Donnerstag, 28. März, 18.30 Uhr, auf. Im Aufruf der Gewerkschaften wird betont: „Eine zahlreiche Teilnahme an der Kundgebung am Donnerstag wird die Kampfentschlossenheit der Arbeiterinnen und der Arbeiter gegen den Sumpf der selbsternannten „Vertreter der Arbeiterklasse“ zeigen, die tagtäglich die Schwächung der Kämpfe und die Entmachtung der Gewerkschaften aushecken, damit ihre befreundeten Arbeitnehmer, ihre Hände für größere Profite zu Lasten der Werktätigen frei haben.

Die Gewerkschaften, die die Kundgebung organisieren, betonen: „Wir prangern die Gewerkschaftsmafia der GSEE-Mehrheit an, die sich mafiösen Praktiken bedient, um Arbeitgeber, fingierte Delegierte und Schlägertypen in die Gewerkschaften durchzuboxen. Gewerkschaften der Arbeiter, und nicht der Arbeitgeber!“.